Historie

Wie ich zu meinem Museum kam

Schon in der Kleinkindphase hatte ich einen besonderen Bezug zu Telefonen, wie man unschwer auf dem Foto erkennen kann. So war ich doch sehr fasziniert – wie kommt Omas Stimme in den Kasten, sitzt die da vielleicht so gar drin? Später fand ich es toll, wenn man die dicken Chefs in den alten Filmen mit ihren großen Schreibtischen sah und um sie herum mehrere Telefone – ja das waren die Ansichten eines vier oder fünf jährigen Jungen der dachte: Hast du ein Telefon dann bist du wer!?

Aber wie begann nun meine Leidenschaft?

Nun mögen einige kindliche Vorstellungen mit auch der Auslöser gewesen sein, aber vielmehr finde ich bis heute zwei Dinge so faszinierend, wodurch Telefone für mich noch mehr zum Sammelobjekt werden:

  1. Das Telefon kann Menschen über mehre tausende ja hunderttausende Kilometer verbinden ohne, dass man sich von A nach B bewegen muss.
  2. Ist es das Geheimnis das jedes Telefon in sich bürgt. Denn jedes Telefon hat eine eigene Geschichte – eine erfreuliche, eine traurige, ein witzige, ein kriminelle, wer weiß?

Als ich mit dem Sammeln begonnen hatte und so manchen Flohmarkt (Gruschtelmarkt) abgeklappert habe wurde ich bei so dem einen oder anderen ergatterten Teil gefragt: Was willst du mit dem alten Gelumpe? Ich antwortete, dass ich sammle worauf ich nur mitleidig belächelt wurde. Tja und heute bezahlt man in EBAY zwischen 50 -100 € wofür ich damals noch 20 DM bezahlt hatte – jetzt lache ich.

Stellwerk 1

Nur irgendwann ist natürlich jeder Speicher gefüllt und man muss nach einer neuen Bleibe suchen. Was auch ich 1994 tat als ich auf das alte Stellwerk 1 (STW1) stieß. Nach langen Verhandlungen mit der Bahn und keiner Unterstützung durch die Gemeinde Remchingen habe ich es geschafft endlich im Juli 1995 Mieter vom STW1 zu werden. Nun begann die Sanierung des maroden Gebäudes. Etliche tausende Stunden und auch D-Marks sind da hinein gelaufen. Das Beste kam dann 1996 da habe ich es bewerkstelligt, ich wurde Eigentümer des Stellwerk 1.

1998 am 17.7 eröffnet noch etwas bescheiden dann mein Museum seine Porten – das war vor 15 Jahren. Hier können Sie einige Bilder aus alten Tagen und neue sehen – eins waren es 200 Telefone heute weit über 450 Geräte.

Das alte Stellwerk 1 vor der Sanierung (Zustand 1995 vor der Übernahme): mehr  Info auf ” Stellwerk1 Historie ”